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Klaus-Strick-Weg 10, 49082 Osnabrück

Das Narrativ von der Klimaneutralität der Ressource Holz

Im vergangenen Jahrzehnt ist die globale Waldfläche um fast 10 % geschrumpft; noch stärker sind die Holzvorräte zurückgegangen, da vor allem Primärwälder durch großflächige Rodungen vernichtet wurden. Hinzukommen Verluste durch klimawandelbedingte Waldbrände und das Absterben von riesigen Waldflächen durch Dürre und nachfolgenden Kalamitäten; Entwicklungen die auch die Wälder in Deutschland betrifft und Waldbesitzer und die Forstwirtschaft fassungslos werden lässt. Die zusätzlichen Folgen von Stress mit reduziertem Wachstum der Bäume, zunehmende Anfälligkeiten für Krankheiten und Parasiten und negative Folgen für die Ökosystemleistungen der Böden sind noch nicht annähernd erfassbar und bilanzierbar. In den Jahren 2018 bis 2020 waren jährlich fast ein Viertel der globalen Treibhausgasemissionen den Waldbränden zuzuordnen.

Und dennoch stellen Länder wie Dänemark und Großbritannien ihre Kohlekraftwerke zur Stromproduktion auf die Verbrennung von Holz um. Auch in Deutschland gibt es entsprechende Planungen von Kraftwerksbetreibern. Denn in der Debatte um Klimaschutz und Forderung erneuerbarer Energien wird eine verstärkte thermische Verwendung von Holz als vermeintlich klimaneutrale Ressource oft pauschal als sinnvoll und notwendig propagiert, um Klimaschutzziele zu erreichen. Die Umsetzung dieses Narrativs führt zu intensiverer Nutzung der Wälder sowie zum weiteren Anstieg des globalen Rohholzaufkommens bei gleichzeitiger Verminderung der Holzvorrate und trägt auch zum Schwund der letzten europäischen Urwälder bei.

Der vorliegende zweite Teil eines literaturbasierten Diskussionsbeitrags zu Urwäldern, Naturwäldern und Wirtschaftswäldern im Kontext des Biodiversitäts- und des Klimaschutzes analysiert die Entwicklung der Holzvorrate und Holzverwendung in Deutschland und beleuchtet die CO2-Senkenleistung von Holz für die vorherrschenden Nutzungspfade. Dieser Komplex hat wichtige Ruckkopplungen zu Anliegen des Biodiversitätsschutzes. Kritisch betrachtet werden die Klimarelevanz von Holz als Substitut für andere Ressourcen und die vermeintliche CO2-Neutralitat von Holz als Energiequelle. Die klimapolitischen Ziele der EU und Deutschlands und deren instrumentelle Umsetzung überschätzen die Leistungsfähigkeit von Wäldern als CO2-Senke und die Lieferfähigkeit für die Ressource Holz. Dies gilt besonders in Anbetracht der Folgen des Klimawandels.

Die Forderung an die Politik ist der Verzicht auf Holzeinschlag in Ur- und Naturwäldern und die Einführung entsprechender normativer Vorgaben sowie Kriterien, um die Stammholznutzung für energetische Zwecke einzuschränken. Dies gilt speziell für Importe von Pellets und Hackschnitzeln zur Verstromung in Großkraftwerken. Eine thermische Nutzung von Holz und kurzlebigen Holzprodukten führt gegenüber der fossilen Referenz meist nur zu geringen bis keinen Reduktionen der Treibhausgasemissionen. Stofflich nicht weiter verwertbares Holz, Restholz oder Sägenebenprodukte sollten thermisch und dann möglichst ortsnah in effizienten Anlagen eingesetzt werden. Holz, das in Form von lebenden Baumen oder Totholz im Wald verbleibt, kann im Vergleich zur energetischen und ineffizienten stofflichen Verwertung einen mindestens ebenso hohen, oft sogar größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Nicht maximaler Ertrag, sondern Walderhalt mit möglichst resistenten und resilienten Bestanden muss das vorrangige Ziel der Forst- und Holzwirtschaft sein.

Der vollständige Beitrag ist hier ohne Bezahlschranke abrufbar.

Autoren: Rainer Luick, Klaus Hennenberg, Christoph Leuschner, Manfred Grossmann, Eckhard Jedicke, Nicolas Schoof &Thomas Waldenspuhl

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