Support

Lorem ipsum dolor sit amet:

24h / 365days

We offer support for our customers

Mon - Fri 8:00am - 5:00pm (GMT +1)

Get in touch

Cybersteel Inc.
376-293 City Road, Suite 600
San Francisco, CA 94102

Have any questions?
+44 1234 567 890

Drop us a line
info@yourdomain.com

About us

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit.

Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec.

DE
Klaus-Strick-Weg 10, 49082 Osnabrück

Erkenntnisse aus umfangreichen Daten zur Tagfalter- und Widderchenfauna in zwei Naturräumen

Gabriele Herrmann

Kahlschläge und andere Wald-Freiflächen werden in der öffentlichen Diskussion regelmäßig mit Beeinträchtigungen oder Störungen gleichgesetzt. Der vorliegende Beitrag widmet sich am Beispiel der Tagfalter und Widderchen der Frage, inwieweit eine solche Sichtweise fachlich zutreffend und „noch zeitgemäß“ ist, insbesondere naturschutzfachlichen Kriterien standhält. Hierzu werden Bestandsdaten aus 355 Wald-Kahlflächen analysiert, die zwischen 1990 und 2020 in verschiedenen Naturräumen im zentralen Baden-Württemberg erhoben wurden. Die Gesamtzahl der in einem Raum auf Kahlflächen nachgewiesenen Arten wird mit dem rezenten Inventar des übergeordneten Bezugsraums verglichen. Im Ergebnis zeigt sich, dass auf Kahlflächen über längere Zeiträume hinweg zwischen 69% und 80% des Gesamtarteninventars übergeordneter Bezugsräume nachgewiesen wurde. Damit gehören Kahlflächen und ihre typischen Sukzessionsstadien zusammen mit Magerrasen zu den beiden wichtigsten Hauptlebensraumtypen für die Gruppe der Tagfalter und Widderchen in Baden-Württemberg. Neben einem Grundstock aus stetig auftretenden Arten mit breiterem Habitatspektrum finden sich in allen untersuchten Räumen Spezialisten von Wald-Kahlflächen, die in der heutigen Kulturlandschaft keine oder nur sehr wenige Habitatalternativen in anderen Lebensraumtypen besitzen. Diese „Lichtwaldarten“ werden durch die heutige „naturnahe“ Waldwirtschaft, in der auf Kahlschläge weitestgehend verzichtet wird, massiv gefährdet. Die meisten Lichtwaldarten stehen bereits in hohen Gefährdungskategorien der Roten Listen oder sind dort mittelfristig zu erwarten. Entsprechende Artbeispiele und praktische Erfahrungen aus der Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen werden vorgestellt. Rechtlich-administrative Rahmenbedingungen und Vorbehalte Beiteiligter hinsichtlich Kahlschlägen blockieren derzeit jedoch massiv die Umsetzung fachlich dringend gebotener Maßnahmen und werden die Gefährdungssituation der Lichtwaldarten weiter verschärfen. Dies ist Teil der Problemlage des „Insektensterbens“. Gleichzeitig wird das Gefährdungspotenzial punktueller Kahlschläge für Arten geschlossener Waldbestände massiv überschätzt. Vor diesem Hintergrund ist im naturschutzfachlichen Kontext eine grundsätzlich andere Sichtweise auf Kahlhiebe und Waldlückensysteme geboten, die deren positive Bedeutung anerkennt und in praktisches Handeln umsetzt. Es müssen vom naturnahen Waldbau deutlich abweichende Waldnutzungsformen zugelassen und gezielt gefördert werden (Waldweide, Streunutzung, Kahlhieb, Nieder- und Mittelwald). Insgesamt sollten Kahlschläge von 1-2 ha Größe aus Artenschutzgründen – unter flankierender Schonung wertvoller Alt- und Totholzbestände bzw. besonders seltener Waldstandorte, bei denen ansonsten eine Gefährdung konkret zu erwarten wäre – wieder zum regelmäßigen Instrumentarium der forstlichen Nutzung gemacht werden. Momentan in einigen Regionen Baden-Württembergs auftretende Waldschäden infolge Trockenheit und Insektenkalamitäten reichen bei Weitem nicht aus, um zu einer Entspannung der prekären Bestandssituation der Lichtwaldarten beitragen zu können.

Gabriel Hermann

Die Langfassung des Beitrages können Sie hier herunterladen.

Hier können Sie übrigens den monatlichen E-Mail-Rundbrief bestellen!

Zurück

Copyright 2022. Umweltforum Osnabrücker Land e.V.

Einstellungen gespeichert
Sie haben die Kontrolle über Ihre Daten

Wir und unsere Geschäftspartner nutzen Technologien wie Cookies dazu, personenbezogene Informationen für verschiedene Zwecke zu sammeln, darunter:

  • Erforderlich
  • Externe Medien
  • Statistik


Wenn Sie auf „Akzeptieren“ klicken, erteilen Sie Ihre Einwilligung für alle diese Zwecke. Sie können auch entscheiden, welchen Zwecken Sie zustimmen, indem Sie das Kästchen neben dem Zweck anklicken und auf „Einstellungen speichern“ klicken.
Sie können Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie auf das kleine Symbol unten links auf der Webseite klicken.